Rebsorten
Bacchus Entstanden aus der Kreuzung (Silvaner x Riesling) x Müller-Thurgau, wurde die Sorte 1972 klassifiziert und 1977 in die Sorten-liste aufgenommen. Bacchus ist die römische Bezeichnung für den griechischen Weingott Dionysos. Der Name Bacchus wurde wegen der aufdringlichen kräftigen Muskatnote gewählt. Weinkenner bezeichnen diese Sorte gerne als Wein mit Biss und propagieren solche Weine nicht zu schlürfen sondern sie zu zerbeissen. Scharfe, kräftige Speisen sind hier zu empfehlen. Gebackener Schafs-käse mit Peperoni ist hierzu eine gute Kombination. Das Muskelspiel zwischen Knoblauch, Peperoni, Käsegeschmack und diesem würzigen Wein ist ein absolutes Gourmet- Erlebnis.
Chardonnay Entgegen der Annahme, es handle sich beim Chardonnay um eine Spiel-art des Weißen Burgunders, wurde jetzt nachgewiesen (Genetischer Fingerabdruck), dass die Sorte nicht zur Pinotfamilie (Burgunderfamilie) gehört. Der Chardonnay ist ein we-sentlicher Qualitätsfaktor bei der Champagnerbereitung und durch die französischen Chablis- Weine weltbekannt. Das Ursprungs-gebiet dieser Sorte liegt in Vorderasien. Mit der Ausbreitung der Weinkultur gelangte die Rebsorte nach Frankreich und fand schwerpunktmäßig in Burgund eine neue Heimat. Die Namensgebung geht auf den kleinen Ort Chardonnay, nördlich von Mâcon zurück. Seit 1991 darf Chardonnay auch in Deutschland angebaut werden. Die Weine zeichnen sich durch Frucht und Körper sowie ein bemerkenswertes Maß an Komplexität und Nuancenreichtum aus. Ein Begleiter auch zu schärferen, kräftigen Fleisch-, Pilz- und Nudelgerichten.
Gewürztraminer Die Königin unter den Weinen. In Frankreich bekannt unter dem Namen Traminer aro-matique musqué. Eine sehr alte Rebsorte mit rosafarbenen Beeren, deren würziger Weißwein an Rosenduft erinnert und dessen milde Säure gut verträglich ist. Hervorragende Spitzengewächse sind hier keine Seltenheit. Diese Sorte wurde schon zur Römerzeit im oberen Rheintal angebaut. Namenspate war der Weinort Tramin in Südtirol, da dort in früheren Zeiten größere Flächen bestockt waren. Gewürztraminer ist eine Spezialität, die zu Vanille-Eis einen ganz speziellen Genuss verspricht. Ein Wein, der zum besinnlichen Kosten einlädt und die ein-gefangene Sonne schmecken lässt.
Grauer Burgunder In unserer Region auch Ruländer genannt, weltweit jedoch mit der Bezeichnung Pinot gris bekannt, entstammt einer Knospenmutation des Blauen Burgunders. Der Speyerer Apotheker Johann Ruland, der 1711 die Sorte wieder entdeckte und für die Verbreitung sorgte gab ihm den bei uns bekannten Namen Ruländer. Die Sorte jedoch wurde bereits im Jahre 1375 von Karl IV. nach Ungarn gebracht und 1568 durch Lazarus von Schwendi wieder vom Plattensee ins Elsass verpflanzt. Erst seit der Wiederentdeckung wurden größere Flächen angebaut. Seine Weine sind kräftig, mit vollem Bukett und meist milder angenehmer Fruchtsäure. Fisch, Käse, Salat sind gute Begleiter dieser Weinsorte!
Kerner Als Kreuzungseltern wurden in der Forschungsanstalt Weinsberg die Sorten Trollinger x Riesling ausgewählt. Die Rebe wurde 1969 klassifiziert und zum Anbau frei-gegeben. Der Sortenname geht auf den Dichter Justinus Kerner (1786-1862) zurück, der in Weinsberg als Ober-amtsarzt lebte und auch Weinlieder dichtete. Frisch, rassig, rieslingähnlich, fruchtig und feines Bukett sind die Charakteristika des Kerners. Zu Sommersalaten, aber auch zu kräftigem Käse wunderbar geeignet.
Morio-Muskat Zu Ehren des Züchters Peter Morio (Vater des ehemaligen Oberbürgermeisters der Stadt Landau in der Pfalz) und wegen des kräftigen würzigen Muskatbukettes erhielt die Sorte den Namen Morio-Muskat. Als Kreuzungspartner für diese Züchtung wurden in den 20er Jahren die Rebsorten Silvaner x Weißer Burgunder ausgewählt. Der Morio-Muskat mit seinem unverwechselbar aromatischen Geschmacksbild passt besonders gut zu kräftigen Pasteten und ebensolchen Vorspeisen.
Ortega Gezüchtet 1968 von Dr. H. Breider in Würzburg aus den Sorten Müller-Thurgau x Siegerrebe. Namenspate war der spanische Philosoph José Ortega y Gasset. Volle, nachhaltig feinfruchtige Auslesetypen mit pfirsichartigem Bukett sind bezeichnend für die Weine der Sorte Ortega. Mit seiner zarten Säure wirkt er auf den Magen nicht belastend und ist als Willkommens-Trunk (Aperitif) oder als Betthupferl bestens geeignet - auch als Versöhnungstrunk nach einem Streit mit dem Lebenspartner nicht zu verachten. Manche Genießer schwören auch auf Schokolade als Begleiter.
Riesling Der König unter den weißen Rebsorten. Die Herkunft des Rieslings ist letztlich nicht bewiesen. Urkundlich erwähnt wurde die Rebsorte erstmals im Jahre 1430 in Worms, doch schon der römische Schriftsteller Plinius (23 - 79 n. Chr.) beschrieb eine Rebsorte die der des Rieslings absolut gleicht. Unsere heutige Rieslingrebe stammt von einer im Rheintal heimischen Wildrebenart ab. Die Weine sind an der für den Riesling typischen Säure leicht zu erkennen. Zu allen kräftigen, auch scharfen Speisen, wie z.B. Winzersteak mit gebratenen Zwiebelringen besonders zu empfehlen.
Rivaner (Müller-Thurgau) Der Rivaner war bis zu Beginn der 80er Jahre die wichtigste Rebsorte Deutschlands. Damals war jeder 4. Rebstock eine Müller-Thurgau Rebe. Benannt wurde die Sorte nach Prof. Dr. H. Müller aus dem Schweizer Kanton Thurgau, der 1882 die Rebe in Geisenheim züchtete. Erst ab 1921 wurde die Sorte richtig bekannt und immer stärker ange-pflanzt. Der Müller-Thurgau wird als Kreuzung zwischen Riesling x Silvaner angesehen, daher ist auch die Bezeich-nung Rivaner zulässig. Die Charakterzüge des Rivaners zeigen sich durch milde und säurearme Weine von blumiger und harmonischer Art. Ein oft unterschätzter Wein, der seine Finesse bei milden Speisen und Käsevariationen voll entfaltet.
Silvaner Die Bezeichnung Silvaner stammt von Silvanus (lat. Silva = Wald) was sich wahrscheinlich auf den Fundort der ersten Reben dieser Gattung bezieht. Man nennt ihn auch Grüner Silvaner oder Sylvaner. In Frankreich bekannt unter dem Namen Silvan vert oder Picardon blanc. Der Ursprung dieser Sorte geht wahrscheinlich bis ins süd- europäische Siebenbürgen. Mitte des 20. Jh. war er die wichtigste deutsche Rebsorte, doch mit Erscheinen vieler Neuzüchtungen wurde er mehr und mehr in seiner Anbaufläche zurück gedrängt. Seine Weine sind leicht, angenehm und meist von unkomplizierter Art - ein Tischwein für alle Tage. Besonders zu milder Seezunge eine Hochgenuss!
Weißer Burgunder Weltbekannt unter dem Namen Pjnot blanc. Er entspringt einer Mutation aus dem Grauen Burgunder, der seinerseits aus dem Blauen Burgunder (Spät-burgunder) mutiert ist. Bekannt ist er seit dem 14. Jh. und fand ab dem 17. Jh. Eingang in die Weinberge von Burgund. Von dort erfolgte die Verbreitung in andere europäische Weinbauregionen. Die Weißburgunder Weine mit ihrer dezenten Burgundernote ähneln oftmals dem Chardonnay, sind aber weniger säurebetont. Zu Krustentieren, Fisch, hellem Fleisch und versch. Salatvariationen passend.
Dornfelder Im Jahre 1956 von August Herold aus Helfensteiner x Heroldrebe gezüchtet. Zu Ehren des Kameral- verwalters Dornfeld (1796 - 1869) aus Weinsberg, der die Gründung einer Weinbau-schule anregte, erhielt die Sorte ihren Namen. Tiefdunkle, markant fruchtige charaktervolle Rotweine mit rassiger Säure sorgten dafür, dass der Dornfelder zu der beliebtesten deutschen Rotweinsorte avancierte. Erst mit dem Anbau dieser Rebsorte konnte dem französischen Rotwein ein ebenbürtiger, wenn nicht überlegener Gegenspieler präsen-tiert werden. Die Pioniere hierbei waren Südpfälzer Winzer, die schon lange an der Landesgrenze zu Frankreich mit dieser Sorte im Versuchsanbau experimentierten. Mit Wild-gerichten, dunklem Fleisch, aber auch Pfälzer Spezialitäten wie Saumagen oder Leberknödel als Begleiter des Dorn-felders liegt man genau richtig.
Portugieser Bereits 1772 wurden Portugieser Reben von Freiherr de Fries nach Österreich gebracht. Danach erfolgte die Verbrei-tung über alle Länder des Öster-reichischen Kaiserstaates. Der Name Portugieser geht wahrscheinlich darauf zurück, dass die Sorte im Holzfass aus-gebaut oftmals an den englischen Port-wein erinnert. Wegen der tiefblauen Traubenfarbe wird er auch als Blauer Portugieser bezeichnet. Durch sofortiges Abpressen der frischen Trauben gewinnt man - als eine Pfälzer Spezialität - den Portugieser Weißherbst, einer der beliebtesten Schoppen-Weine. Diese Beliebtheit ist auf die geringe, milde, zarte Fruchtsäure und die ansprechend süffige Art zurückzuführen. Ein Sommerwein der besonders gut zur mediterranen Küche passt.
Regent Eine der jüngsten Rebsorten die wir kennen und doch eine der bemerkens-wertesten. Die Sorte Regent wurde 1967 im Institut für Rebenzüchtung in Siebeldingen (ca. 9 km von Landau in der Pfalz) gezüchtet. Die Kreuzungs-eltern sind (Silvaner x Müller-Thurgau) x Chambourcin. Diese Reb-sorte ist weitgehend gegen Schadpilze resistent und eignet sich hervorragend für den Bio-Anbau. Erst 1996 wurde die Rebsorte in der Pfalz klassifiziert. Unser Weingut war eines der ersten, die den Wert dieser Sorte erkannte und den Regent anpflanzte. Der Wein ist tannin-betont, tief dunkelrot und gewinnt durch unsere Holzfass-lagerung an Charakter und Qualität. Mittlerweile ist die Sorte Regent die beliebteste Rotweinsorte in unserem Weingut und ein Hochgenuss der besonderen Art. Ein Wein der hervor-ragend zu Käse, dunklem Fleisch und Wildgerichten passt. Mit seiner wärmenden Art ist der Regent ein guter Begleiter - gerade in der kühleren Jahreszeit.
Spätburgunder Der Spätburgunder gehört zur großen Familie der Burgunderweine und ist unter dem Namen Pinot noir welt-bekannt. Schon zur Römerzeit wurden in Burgund die Vorfahren unserer heutigen Burgundersorten angebaut. Um 884 n. Chr. brachte Karl VI. Burgunderreben mit an den Bodensee. Von dort erfolgte die Verbreitung in nahezu alle europäischen Weinbaugebiete. Der Spätburgunder ging, als eine der besten Rotweinsorten, weltweit in die Weingeschichte ein. Sorten-typisch ist seine samtige, nie dunkelrote, eher rubinrote Farbe. Er überzeugt durch seine bekömmliche Fruchtsäure und seine harmonische gefällige Art. Zu Käsegerichten, dunklem aber auch hellem Fleisch ist er sehr zu empfehlen.
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Mörzheimer Hauptstraße 14 - 16 • D - 76829 Landau-Mörzheim • Telefon: 06341-32938
Bacchus Entstanden aus der Kreuzung (Silvaner x Riesling) x Müller-Thurgau, wurde die Sorte 1972 klassifiziert und 1977 in die Sorten-liste aufgenommen. Bacchus ist die römische Bezeichnung für den griechischen Weingott Dionysos. Der Name Bacchus wurde wegen der aufdringlichen kräftigen Muskatnote gewählt. Weinkenner bezeichnen diese Sorte gerne als Wein mit Biss und propagieren solche Weine nicht zu schlürfen sondern sie zu zerbeissen. Scharfe, kräftige Speisen sind hier zu empfehlen. Gebackener Schafs-käse mit Peperoni ist hierzu eine gute Kombination. Das Muskelspiel zwischen Knoblauch, Peperoni, Käsegeschmack und diesem würzigen Wein ist ein absolutes Gourmet-Erlebnis.
Chardonnay Entgegen der Annahme, es handle sich beim Chardonnay um eine Spiel- art des Weißen Burgunders, wurde jetzt nachgewiesen (Genetischer Fingerabdruck), dass die Sorte nicht zur Pinotfamilie (Burgunderfamilie) gehört. Der Chardonnay ist ein we- sentlicher Qualitätsfaktor bei der Champagnerbereitung und durch die französischen Chablis-Weine weltbekannt. Das Ursprungs- gebiet dieser Sorte liegt in Vorderasien. Mit der Ausbreitung der Weinkultur gelangte die Rebsorte nach Frankreich und fand schwerpunktmäßig in Burgund eine neue Heimat. Die Namensgebung geht auf den kleinen Ort Chardonnay, nördlich von Mâcon zurück. Seit 1991 darf Chardonnay auch in Deutschland angebaut werden. Die Weine zeichnen sich durch Frucht und Körper sowie ein bemerkenswertes Maß an Komplexität und Nuancenreichtum aus. Ein Begleiter auch zu schärferen, kräftigen Fleisch-, Pilz- und Nudelgerichten.
Gewürztraminer Die Königin unter den Weinen. In Frankreich bekannt unter dem Namen Traminer aro- matique musqué. Eine sehr alte Rebsorte mit rosafarbenen Beeren, deren würziger Weißwein an Rosenduft erinnert und dessen milde Säure gut verträglich ist. Hervorragende Spitzengewächse sind hier keine Seltenheit. Diese Sorte wurde schon zur Römerzeit im oberen Rheintal angebaut. Namenspate war der Weinort Tramin in Südtirol, da dort in früheren Zeiten größere Flächen bestockt waren. Gewürztraminer ist eine Spezialität, die zu Vanille-Eis einen ganz speziellen Genuss verspricht. Ein Wein, der zum besinnlichen Kosten einlädt und die ein-gefangene Sonne schmecken lässt.
Grauer Burgunder In unserer Region auch Ruländer genannt, weltweit jedoch mit der Bezeichnung Pinot gris bekannt, entstammt einer Knospenmutation des Blauen Burgunders. Der Speyerer Apotheker Johann Ruland, der 1711 die Sorte wieder entdeckte und für die Verbreitung sorgte gab ihm den bei uns bekannten Namen Ruländer. Die Sorte jedoch wurde bereits im Jahre 1375 von Karl IV. nach Ungarn gebracht und 1568 durch Lazarus von Schwendi wieder vom Plattensee ins Elsass verpflanzt. Erst seit der Wiederentdeckung wurden größere Flächen angebaut. Seine Weine sind kräftig, mit vollem Bukett und meist milder angenehmer Fruchtsäure. Fisch, Käse, Salat sind gute Begleiter dieser Weinsorte!
Kerner Als Kreuzungseltern wurden in der Forschungsanstalt Weinsberg die Sorten Trollinger x Riesling ausgewählt. Die Rebe wurde 1969 klassifiziert und zum Anbau frei-gegeben. Der Sortenname geht auf den Dichter Justinus Kerner (1786-1862) zurück, der in Weinsberg als Ober-amtsarzt lebte und auch Weinlieder dichtete. Frisch, rassig, rieslingähnlich, fruchtig und feines Bukett sind die Charakteristika des Kerners. Zu Sommersalaten, aber auch zu kräftigem Käse wunderbar geeignet.
Morio-Muskat Zu Ehren des Züchters Peter Morio (Vater des ehemaligen Oberbürgermeisters der Stadt Landau in der Pfalz) und wegen des kräftigen würzigen Muskatbukettes erhielt die Sorte den Namen Morio-Muskat. Als Kreuzungspartner für diese Züchtung wurden in den 20er Jahren die Rebsorten Silvaner x Weißer Burgunder ausgewählt. Der Morio-Muskat mit seinem unverwechselbar aromatischen Geschmacksbild passt besonders gut zu kräftigen Pasteten und ebensolchen Vorspeisen.
Ortega Gezüchtet 1968 von Dr. H. Breider in Würzburg aus den Sorten Müller- Thurgau x Siegerrebe. Namenspate war der spanische Philosoph José Ortega y Gasset. Volle, nachhaltig feinfruchtige Auslesetypen mit pfirsichartigem Bukett sind bezeichnend für die Weine der Sorte Ortega. Mit seiner zarten Säure wirkt er auf den Magen nicht belastend und ist als Willkommens-Trunk (Aperitif) oder als Betthupferl bestens geeignet - auch als Versöhnungstrunk nach einem Streit mit dem Lebenspartner nicht zu verachten. Manche Genießer schwören auch auf Schokolade als Begleiter.
Riesling Der König unter den weißen Rebsorten. Die Herkunft des Rieslings ist letztlich nicht bewiesen. Urkundlich erwähnt wurde die Rebsorte erstmals im Jahre 1430 in Worms, doch schon der römische Schriftsteller Plinius (23 - 79 n. Chr.) beschrieb eine Rebsorte die der des Rieslings absolut gleicht. Unsere heutige Rieslingrebe stammt von einer im Rheintal heimischen Wildrebenart ab. Die Weine sind an der für den Riesling typischen Säure leicht zu erkennen. Zu allen kräftigen, auch scharfen Speisen, wie z.B. Winzersteak mit gebratenen Zwiebelringen besonders zu empfehlen.
Rivaner (Müller-Thurgau) Der Rivaner war bis zu Beginn der 80er Jahre die wichtigste Rebsorte Deutschlands. Damals war jeder 4. Rebstock eine Müller-Thurgau Rebe. Benannt wurde die Sorte nach Prof. Dr. H. Müller aus dem Schweizer Kanton Thurgau, der 1882 die Rebe in Geisenheim züchtete. Erst ab 1921 wurde die Sorte richtig bekannt und immer stärker ange- pflanzt. Der Müller-Thurgau wird als Kreuzung zwischen Riesling x Silvaner angesehen, daher ist auch die Bezeich-nung Rivaner zulässig. Die Charakterzüge des Rivaners zeigen sich durch milde und säurearme Weine von blumiger und harmonischer Art. Ein oft unterschätzter Wein, der seine Finesse bei milden Speisen und Käsevariationen voll entfaltet.
Silvaner Die Bezeichnung Silvaner stammt von Silvanus (lat. Silva = Wald) was sich wahrscheinlich auf den Fundort der ersten Reben dieser Gattung bezieht. Man nennt ihn auch Grüner Silvaner oder Sylvaner. In Frankreich bekannt unter dem Namen Silvan vert oder Picardon blanc. Der Ursprung dieser Sorte geht wahrscheinlich bis ins süd- europäische Siebenbürgen. Mitte des 20. Jh. war er die wichtigste deutsche Rebsorte, doch mit Erscheinen vieler Neuzüchtungen wurde er mehr und mehr in seiner Anbaufläche zurück gedrängt. Seine Weine sind leicht, angenehm und meist von unkomplizierter Art - ein Tischwein für alle Tage. Besonders zu milder Seezunge eine Hochgenuss!
Weißer Burgunder Weltbekannt unter dem Namen Pjnot blanc. Er entspringt einer Mutation aus dem Grauen Burgunder, der seinerseits aus dem Blauen Burgunder (Spät- burgunder) mutiert ist. Bekannt ist er seit dem 14. Jh. und fand ab dem 17. Jh. Eingang in die Weinberge von Burgund. Von dort erfolgte die Verbreitung in andere europäische Weinbauregionen. Die Weißburgunder Weine mit ihrer dezenten Burgundernote ähneln oftmals dem Chardonnay, sind aber weniger säurebetont. Zu Krustentieren, Fisch, hellem Fleisch und versch. Salatvariationen passend.
Dornfelder Im Jahre 1956 von August Herold aus Helfensteiner x Heroldrebe gezüchtet. Zu Ehren des Kameral- verwalters Dornfeld (1796 - 1869) aus Weinsberg, der die Gründung einer Weinbau- schule anregte, erhielt die Sorte ihren Namen. Tiefdunkle, markant fruchtige charaktervolle Rotweine mit rassiger Säure sorgten dafür, dass der Dornfelder zu der beliebtesten deutschen Rotweinsorte avancierte. Erst mit dem Anbau dieser Rebsorte konnte dem französischen Rotwein ein ebenbürtiger, wenn nicht überlegener Gegenspieler präsen-tiert werden. Die Pioniere hierbei waren Südpfälzer Winzer, die schon lange an der Landesgrenze zu Frankreich mit dieser Sorte im Versuchsanbau experimentierten. Mit Wild-gerichten, dunklem Fleisch, aber auch Pfälzer Spezialitäten wie Saumagen oder Leberknödel als Begleiter des Dorn-felders liegt man genau richtig.
Portugieser Bereits 1772 wurden Portugieser Reben von Freiherr de Fries nach Österreich gebracht. Danach erfolgte die Verbrei- tung über alle Länder des Öster- reichischen Kaiserstaates. Der Name Portugieser geht wahrscheinlich darauf zurück, dass die Sorte im Holzfass aus- gebaut oftmals an den englischen Port- wein erinnert. Wegen der tiefblauen Traubenfarbe wird er auch als Blauer Portugieser bezeichnet. Durch sofortiges Abpressen der frischen Trauben gewinnt man - als eine Pfälzer Spezialität - den Portugieser Weißherbst, einer der beliebtesten Schoppen-Weine. Diese Beliebtheit ist auf die geringe, milde, zarte Fruchtsäure und die ansprechend süffige Art zurückzuführen. Ein Sommerwein der besonders gut zur mediterranen Küche passt.
Regent Eine der jüngsten Rebsorten die wir kennen und doch eine der bemerkens- wertesten. Die Sorte Regent wurde 1967 im Institut für Rebenzüchtung in Siebeldingen (ca. 9 km von Landau in der Pfalz) gezüchtet. Die Kreuzungs- eltern sind (Silvaner x Müller-Thurgau) x Chambourcin. Diese Reb-sorte ist weitgehend gegen Schadpilze resistent und eignet sich hervorragend für den Bio-Anbau. Erst 1996 wurde die Rebsorte in der Pfalz klassifiziert. Unser Weingut war eines der ersten, die den Wert dieser Sorte erkannte und den Regent anpflanzte. Der Wein ist tannin-betont, tief dunkelrot und gewinnt durch unsere Holzfass-lagerung an Charakter und Qualität. Mittlerweile ist die Sorte Regent die beliebteste Rotweinsorte in unserem Weingut und ein Hochgenuss der besonderen Art. Ein Wein der hervor-ragend zu Käse, dunklem Fleisch und Wildgerichten passt. Mit seiner wärmenden Art ist der Regent ein guter Begleiter - gerade in der kühleren Jahreszeit.
Spätburgunder Der Spätburgunder gehört zur großen Familie der Burgunderweine und ist unter dem Namen Pinot noir welt- bekannt. Schon zur Römerzeit wurden in Burgund die Vorfahren unserer heutigen Burgundersorten angebaut. Um 884 n. Chr. brachte Karl VI. Burgunderreben mit an den Bodensee. Von dort erfolgte die Verbreitung in nahezu alle europäischen Weinbaugebiete. Der Spätburgunder ging, als eine der besten Rotweinsorten, weltweit in die Weingeschichte ein. Sorten- typisch ist seine samtige, nie dunkelrote, eher rubinrote Farbe. Er überzeugt durch seine bekömmliche Fruchtsäure und seine harmonische gefällige Art. Zu Käsegerichten, dunklem aber auch hellem Fleisch ist er sehr zu empfehlen.
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Mörzheimer Hauptstraße 14 - 16 • D - 76829 Landau-Mörzheim • Telefon: 06341-32938
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